Zeittafel der Völkerwanderung unter besonderer Berücksichtigung alamannischer Geschichte

Jahr:

Ereignisse:
Rom und Europa;      Alamannia:

167-180

Markomannenkriege
des Marc Aurel

213

Feldzüge des Caracalla gegen die Barbaren an der Donaugrenze. Die „Zauberlieder der Alamannen“ machen ihn wahnsinnig. Erstnennung der Alamannen.

233

Alexander Severus bricht seinen Perserfeldzug ab um gegen die einfallenden Alamannen in Raetien zu kämpfen.
Einfälle in Obergermanien und Raetien.

237-260

Goteneinfälle im Balkan. Karpeneinfälle in Moesien.

257

Einfälle der Franken am Rhein

258

Bürgerkrieg in Rom. Postumus und Kaiser Gallienus kämpfen um den Thron.

Einfälle der Alamannen und Juthungen in Nord-italien. Niederlage bei Mailand.

260                                                    

Die Alamannen überschreiten den Limes.

267-268

Einfälle der Heruler und Goten

269

In der Historia Augusta (verfasst im 4.Jahrhundert) wird eine Rede des Gegenkaisers Marius zum ersten mal die Alamannia erwähnt.

270

Herrschaft des Aurelian. In Rom wird die Aurelianische Mauer gebaut. Kriege gegen Goten, Franken und Karpen.

Alamannen (oder Sueben) und Juthungen fallen in Italien ein und werden von Aurelian geschlagen.

276-278

Die Rheingrenze wird verstärkt.

Einfälle der Alamannen in Gallien.

280

Kaiser Probus wirft die Alamannen zurück hinter den Rhein.

284

Diokletian wird Kaiser. Diokletianische Reformen. Das römische Reich wird geteilt. Kriege gegen Franken, Jazygen, Karpen und Sarmaten.

Kriege gegen die Alamannen.

306

Nach der Ab-dankung Diokletians herschen die zweiten Tetrarchen. In York (Britannien) erheben die Truppen den Sohn von C. Chlorus zum Kaiser ausgerufen.

Der Alamannenfürst Crocus ist bei der Kaiserausrufung in York dabei.

311

Toleranzedikt zu Gunsten der Christen

312

Bürgerkrieg. Schlacht an der Milvinischen Brücke.

325

Konzil von Nicaea. Der Arianismus wird als Irrlehre gebrandmarkt.

331-334

Der Perserkönig Sapor II bedroht das oströmische Reich. 300000 Sarmaten dürfen im Reich siedeln

Constantinus II wird numismatisch mit dem Beinamen Alamannicus verewigt.

337

Kurz vor seinem Tod läßt sich Konstantin taufen.

341

Beginn von Ulfilas Gotenmission. Der Arianismus breitet sich unter den Barbaren aus.

354

Juden-und Isaurieraufstände im Osten Balamir, König der Hunnen.

Constantinus II schlägt die Könige der Breisgauer – Gundomad und Vadomar. Friedensvertrag

355

Kampf mit den Persern. Julian wird als Caesar nach Gallien geschickt.

Die Lentienser werden am Bodensee geschlagen.

357

Julian Apostata (der abtrünnige)

Julian schlägt die Alamannen bei Argentorate (Straßburg).

358-360

Julian verwaltet Gallien vorbildlich. Er überschreitet immer wieder den Rhein. Durch Schilderhebung wird er zum Augustus ausgerufen.

Immer wieder kommt es zu Kämpfen zwischen Julian und den Königen Macrian, Hario-baudes, Vestralp, Suomar, Hortar und Vadomar. Letzterer wird nach Spanien verbannt.

364

Wende in der Alamannenpolitik

366

Bürgerkrieg in der Stadt Rom. Die Tervingen (Goten) unterstützen einen Usurpator. Athanarich König.

Bei Châlons-sur-Marne werden die Alamannen geschlagen

368-371

Valentinian verstärkt die Rheingrenze und kämpft vergeblich gegen die Alamannen und Bucinobanten.

375-376

Hunneninvasion auf gotisches Gebiet. Ermanerich begeht Selbstmord. Westgoten und wenige Ostgoten (Tervingen und Greuthungen) bitten Kaiser Valens um Asyl. Schikaniert durch die röm. Obrigkeit, revoltieren die Goten.

378

Schlacht bei Adrianopel. Die Goten schlagen Valens vernichtend. Der Kaiser selber fällt.

Schlacht bei Argentovaria. Ein römisch-fränkisches Heer schlägt ein Lentienserheer vernichtend.

380

Das orthodoxe Christentum wird Staatsreligion

König Macrian verwüstet Gebiete in Francia

382-383

Goten werden zwischen Donau und Balkan angesiedelt

Juthungen fallen in Raetien ein. Der römische Heermeister Bauto (Franke) wirft sie zurück.

388

Arbogast magister militium

392-394

Theodosius besiegt den Usurpator Eugenius. Auf beiden Seiten kämpfen hauptsächlich Germanen.

Alamannen verbünden sich mit dem Usurpator Eugenius.

396

Stilicho (Vandale) wird Vormund der jungen Kaiser Arcadius und Honorius. Alarich König der Westgoten. Nach einem Aufstand wird er von Ostrom zum Militärkommandeur von Illyrien ernannt. Die Hunnen greifen über den Kaukasus das Reich an.

397-402

Stilicho wehrt immer wieder die Goten ab. Niederwerfung der afrikanischen Revolte unter Gildo. Der Hof wird von Mailand nach Ravenna verlegt. Honorius heiratet Stilichos Tochter Maria. Römischer Sieg über die Hunnen. Nach der Revolte der Goten Gainas und Tribigild in Konstantinopel kommt es zu brutalen Gegenmaßnahmen und Vergeltungsmaßnahmen gegen alle Germanen im Ostreich.

405

Radagais fällt mit Ostgoten und verbündeten Germanen in Italien ein.

406-408

Sieg des Stilicho über Radagais. Honorius läßt ihn Stilicho ermorden. Brutale Maßnahmen gegen Germanen im Westen. Beginn der Evakuierung Britanniens. Vandalen, Sueven, Alanen und andere Völker kommen über den vereisten Rhein und ziehen durch Gallien.

Alamannen überschreiten den Rhein.

409-411

Eroberung Roms durch Alarich. Mit Hilfe der Franken, Brugundern und Alamannen wird Flavius Jovinius zum Kaiser ausgerufen. Sueven, Vandalen und Alanen in Spanien. Athaulf, westgotischer König.

428

Geiserich, vandalischer König. Die Vandalen in Afrika.

430-43

Aetius wird Oberkommandeur der Armee. Codex Theodosianus Bagaudenaufstand. Zerstörung des Brunderreiches am Rhein durch die Hunnen. Chlodio, König der Franken.
Eroberung Karthagos durch die Vandalen. Attila und Bleda, Könige der Hunnen. Angeln und Sachsen dringen in Britannien ein.

Aetius schlägt die Juthungen in Raetien zurück. Alamannen dehnen sich bis nach Mainz aus.

445-450

Tributzahlungen an Attila. Attila tötet Bleda. Hunnische Einfälle in Pannonien. Merowech, König der Franken. Die Sueven verwüsten die spanische Provinz Tarraconensis.

451

Die Verhältnisse in Westrom werden chaotisch. Aetius besiegt auf den Katalaunischen Feldern Attilas Heer. Die Westgoten kämpfen gegen die Hunnen. Ihr König Theoderid fällt. Auch die Franken und Burgunden kämpfen unter Aetius. Ostgoten, Gepiden und andere germanische Stämme kämpfen unter Attila.

Alamannen kämpfen auf beiden Seiten.

453-455

Valentinian III läßt Aetius ermorden. Bürgerkrieg. Attila stirbt in seiner Hochzeitsnacht an einem Blutsturz. Geiserich plündert Rom. Das Mittelmeerreich der Vandalen dehnt sich von Afrika zu den Balearen bis nach Sardinien aus.

Alamannen dehnen sich aus.

469-470

Das Hunnenreich zerfällt. Westgotische Angriffe in Gallien.

Der Franke Childerich kämpft mit Odoaker gegen die Alamannen welche Italien plündern. Donausueben und Alamannen kämpfen gegen den Ostgotenkönig Thiudimir

473

Der Amaler Theoderich wird König der Ostgoten.

Alamannenkönig Gibuld.

476

Der Germane Odoaker setzt en letzten Kaiser, Romulus Augustulus, ab. Ende des weströmischen Reiches. Odoaker König in Italien. Zenon Kaiser in Ostrom.

477-487

Tod des Geiserich. Chlodwig, König der Franken.

489-490

Krieg zwischen Odoaker und Theoderich. Ostgoten fallen in Italien ein. „Rabenschlacht“. Belagerung von Ravenna.

496

Chlodwig, König der Franken, nimmt das Christentum an.

Schlacht bei Tolpiacum (Zülpich). Franken besiegen die Alamannen. Der ungenannte König fällt.

501-507

Edikt des Theoderich.  Lex Salica. Der burgundische König Sigismund nimmt den katholischen Glauben an. Sieg der Franken über die Westgoten.

 Theoderich nimmt ein Teil der Alamannen unter seinen Schutz.

526

Tod Theoderich des Großen.

534-537

Die Gotenkriege des Justinian beginnen in Italien. Witigis belagert Rom. Untergang des Vandalenreiches in Afrika.

Der Ostgotenkönig Wittigis überläßt die Alamannen unter fränkische Herrschaft

553-554

Untergang der Ostgoten unter ihrem letzten König Teja am Mons Lactarius.

Die Herzöge Leuthari und Butilin wedren von den letzten Goten in Italien gerufen. Kampf zwischen Narses und dem alamannisch/ fränkischen Heer.

587-597

Westgoten nehmen den katholischen Glauben an. Mission der Angelsachsen unter König Ethelberts.

Alamannia immer abhängiger vom fränkischen Reich. Uncelenus. 

605

Die Langobarden in Italien.

Uncelenus läßt den burgundischen Hausmeier Protatius ermorden.

607-610

Königin Brunechild bestraft Uncelin durch abschlagen eines Fußes. Nach der Schlacht bei Wangas kehren die Alamannen mit reicher Beute zurück.

627-650

Rothari, König der Langobarden. Immer mehr Klostergründungen im fränkischen Reich. Ausbreitung des Islam im Orient.

Herzog Gunzo residiert in Überlingen. Synode.
Columban und Gallus missionieren.

695

Willibrord missioniert bei den Friesen.

700

Gotfrid, Herzog der Alamannen

709-722

Karl Martell, Hausmeier der merowingischen Könige. Bonifatius missioniert in Hessen und Thüringen.

Pippin der Mittlere führt Feldzüge gegen den Alamannenherzog Wilhari aus dem Ortenau. Karl Martell unterwirft Alamannien mit Waffengewalt.

723-730

Leo III verbietet das Anbeten von Bildern. Unruhen und Bilderstürme im ganzen Ostreich.

Gründung des Klosters Reichenau. Herzog Lantfrid erläßt die Lex Alamannorum. Feldzug des Karl Martell gegen Herzog Lantfrid.

741

Karl Martell stirbt. Das Reich wird unter seinen Söhnen Karlmann und Pippin aufgeteilt.

742

Unter Herzog Theudebald zetteln Alamannen, Bayern, sachsen und Wasconen einen Aufstand an.

743-745

Childerich III als letzter fränkischer Schattenkönig eingesetzt.

Kämpfe  zwischen Karlmann, Pippin und den Aufständischen. Theudebald wird aus dem Elsaß vertrieben.

746

Mit dem „Blutgericht“ zu Cannsatt  erlischt das alamannische Herzogtum.